Labubu musste aus familiären Gründen seine Familie und auch seine hündische Mitbewohnerin verlassen und versucht nun einen Neuanfang. Neue Umgebung, neue Bezugspersonen, neuer Name – neues Glück?
Der kleine Mann hatte zu Beginn eine wirklich harte Schale und es brauchte viel Zeit und Bestechung, um diese zu knacken. Seine Vergangenheit war leider nicht immer rosig, daher bleibt der Frenchierüde erst einmal skeptisch, wenn er sein Gegenüber noch nicht kennt und einschätzen kann. Doch ist man bereit, diese Beziehungsarbeit zu investieren, wird man überrascht sein, welch entspannter und lebensfroher Kern doch eigentlich in ihm steckt. Besonders beim Spaziergang und damit fernab vom turbulenten Tierheimalltag kann Labubu entspannen. Je nach Temperatur kann man so auch längere, gemeinsame Gassirunden drehen und ihm damit eine willkommene Abwechslung bieten. Jedoch wird Labubu aufgrund seiner Rasse leider nie dieselbe Belastbarkeit in den Bereichen Bewegung und Temperatur haben, wie andere Hunde, weshalb man auch auf Auslastungen zurückgreifen sollte, die eher das Köpfchen, als den Körper anstrengen.
Die Französische Bulldogge zählt aufgrund zahlreicher körperlicher Einschränkungen zu den Qualzuchten und dies darf man auch bei Labubu keinesfalls unterschätzen. Hinter dem vermeintlich „süßen“ Erscheinungsbild der Bulldogge steckt immer ein chronisch krankes Tier. Um das Kindchenschema zu erfüllen, haben die Frenchies eine sehr eingedrückte Schnauze, die die Atmung erschwert. Besonders bei Anstrengung oder bei höheren Temperaturen kann es zur Atemnot oder zu Hitzschlägen kommen. Mit dem deformierten Köpfchen gehen leider auch schiefe Zähne und tiefe Hautfalten im Nasen- und Augenbereich einher, die sich schnell entzünden. Auch die missgebildete Wirbelsäule führt zu Problemen im Bewegungsapparat und auch das Risiko von Bandscheibenvorfällen darf auf keinen Fall unterschätzt werden, auch wenn die innenliegenden Symptome auf den ersten Blick weniger auffallen als die äußeren Qualzuchtmerkmale.
Auch, wenn diese Liste an Krankheitsrisiken lang ist, hilft Mitleid allein nun auch nicht mehr weiter. Künftig muss die Zucht betroffener Hunde überdacht und reglementiert werden, jedoch ist Labubu nun mal bereits hier auf der Welt und sucht genauso dringend ein neues Zuhause, wie die restlichen Vierbeiner auch. Wer also bereit ist, das Zusammenleben mit seinem künftigen Hund auch an die körperlichen Bedingungen des Vierbeiners anzupassen, könnte in Labubu einen neuen Begleiter finden.