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Wunibert (Hund)

Der große Schweizer Sennenhund kam ins Tierheim, nachdem sich die Probleme im häuslichen Umfeld mit der Zeit zuspitzten. Verschiedene Missverständnisse zwischen Hund und Mensch führten leider zu mehreren Vorfällen zwischen Wunibert und einer der Personen im Haushalt.

Im Tierheim hat der eigentlich witzige und lockere Kerl ausreichend Zeit bekommen, damit wir uns alle auf einander eingrooven konnten. Inzwischen haben wir ihm so die nötige Erwartungssicherheit vermittelt, damit er jederzeit abschätzen kann, was von ihm erwartet wird. Auch wenn man es hinter der körperlichen, breit gebauten Fassade nicht erwarten würde, steckt in Wunibert ein sehr feinfühliger Rüde, der sich gut auf feine Stimmungswechsel und Signale einstellen kann. Natürlich versteht er neue Anweisungen mit einem Leckerli in der Hand am schnellsten, doch auch ohne Futter ist Wunibert motiviert bei der Sache und freut sich über die gemeinsame Arbeit. Eine „Null-Bock“-Einstellung oder Unlust von Seiten der Zweibeiner überträgt sich jedoch auch auf den dreifarbigen Riesen – ohne Feedback vom anderen Ende der Leine macht er selbstständig sein eigenes Ding und bahnt sich so seinen Weg durch die Gegend.

Bereits in der Vergangenheit kannte er den Arbeits-und Freizeitmodus. Als regelmäßiger Besucher auf dem Hundeplatz durfte er dort bereits einiges lernen, außerhalb des Platzes stand das Lernen an zweiter Stelle und er hat die Möglichkeit bekommen, vieles auf eigene Faust zu entscheiden. Eine vernünftige Kombination beider Bereiche mit ausgeglichenem Arbeit-Freizeit-Verhältnis wäre nun ideal, damit das Gelernte im Kopf bleibt und nicht nur bei der Hundeschule gezeigt wird. Zudem hilft es dabei, den arbeitswilligen Rüden ein wenig zu beschäftigen und klare Strukturen aufrecht zu halten. Feste Regeln und das Zuweisen von Liegeplätzen helfen Wunibert enorm dabei, sich zurecht zu finden. Besonders in aufregenden Momenten weiß er noch nicht ganz, wohin mit seinen 40 kg und der ganzen angestauten Energie. In solchen Momenten wird er schnell zappelig und auch stimmlich versucht er, auf sich aufmerksam zu machen. Hier hilft ein ruhiger Umgang und Geduld im Handling, denn die Stimmung des Menschen überträgt sich schnell auf den sensiblen Riesen und bringt ihn so wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Körperlicher Kontakt ist Wunibert zudem enorm wichtig. Der verschmuste Rüde gerne die Nähe zu seinen Bezugspersonen. So findet er bei seinen Zweibeinern Halt und entspannt sich schnell in der Nähe seiner Menschen. Doch fällt es ihm oft schwer zu erkennen, wann es bei all der Liebe auch mal genug ist. Seine persönlichen Grenzen kann er hier sehr gut kommunizieren, denn ein zu übergriffiges Verhalten ist ein rotes Tuch für den sonst so anhänglichen Schweizer. Die Grenzen seines Gegenübers zu kennen und auch zu akzeptieren, sind ein wichtiger Punkt für das harmonische Miteinander.

Im Zusammenleben mit seinem hündischen Mitbewohner Michel klappt dies bereits sehr gut, denn der selbstsichere Herdenschützer zeigt klar, wann es ihm zu viel wird. Meinungsschwächeren Hunden tanzt er hingegen gerne einmal auf der Nase herum, wird übergriffig und dreist. Ein Bild, dass sich auch gut auf den Menschen übertragen lässt: klare Ansagen werden akzeptiert – unsicheres Auftreten jedoch in Frage gestellt.

Wer bereits Erfahrung mit Sennehunden sammeln konnte, weiß genau, wie stur und gleichzeitig auch feinfühlig die Hübschen sein können. Beachtet man dies im gemeinsamen Leben, kann man so auch in Wunibert einen ausgeglichenen und zuverlässigen Alltagsbegleiter finden.

Tierart
Hund
Geboren
11.12.2017
Rasse
Großer Schweizer Sennenhund
Geschlecht
Männlich
Größe
Schulterhöhe: ca. 67 cm
Gewicht
40 kg
Charakter
aufgeschlossen, menschenbezogen, arbeitsfreudig, aufgeweckt, bewegungsfreudig, freundlich
Kriterien
mag Artgenossen, mag Kinder bedingt

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