Manchmal geht wirklich alles schief, was schief gehen kann – so will es Murphys Gesetz, das auch namensgebend für unseren Labradorrüden wurde. In Murphys Vergangenheit ging einiges drunter und drüber und so fand er bei uns notfallmäßig Schutz und ein (hoffentlich nur) vorübergehendes Zuhause.
Wir versuchen nun, mit ihm zusammen, das Vergangene bei Seite zu schieben und stattdessen weiter in die Zukunft zu blicken, um Murphy zu einem neuen Selbstbewusstsein zu führen. Für den unsicheren Rüden war erst einmal alles Neuland. Eine Strategie, um mit den vielen Reizen klarzukommen, gab es in seinem Kopf bisher nicht. Ducken und die Rute einziehen oder beißend nach vorne zu gehen, waren die einzigen beiden Möglichkeiten, die er kannte und so fingen wir an, ihn an die Hand bzw. Pfote zu nehmen, um ihm weitere Strategien zu zeigen.
Glücklicherweise bleibt Murphy ein wahrer Optimist und zeigt sich in erster Linie neugierig, solang man ihm den Rückhalt gibt, den er braucht, um Mut zu fassen. So bauen wir das gemeinsame Training schrittweise auf und steigern uns langsam von Berührung, Anleinen und ersten Spaziergängen hin zu Hundebegegnungen, Fahrrädern oder dem Kontakt mit fremden Personen. Murphy lernt schnell und verknüpft die Arbeit schnell mit positiven Emotionen, was auch uns aufatmen lässt. Denn je unklarer die Vergangenheit, desto weniger lassen sich Trainingsfortschritte vorausplanen.
Aktuell brauchen wir und vor allem Murphy noch Zeit, um uns einander anzunähern. Denn leider haben wir es bei ihm nicht nur mit Angst und Unsicherheit zu tun. Bereits bei seiner Ankunft im Tierheim hat er eindrücklich gezeigt, dass er auch Potential hat, nach vorne zu gehen und mit Vollgas durchzustarten. Umso wichtiger ist es nun, hinter die Maske zu blicken und zu verstehen, woher welche Verhaltensmuster stammen, um an diesen arbeiten zu können.
Setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung! Gerne auch telefonisch unter 06021/89260.