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Sylvester (Hund)

Vermittlung zu Artgenossen: nein
Vermittlung zu Kindern: nein

Sylvesters bisheriger Lebensweg ist Beispielhaft für viele weitere Hunde. Der imposante Rüde ging schon durch diverse Hände, wie viele genau weiß höchstens er selbst. Ebenso, was in seinem Leben bisher gelaufen ist, was gefördert wurde und ob schon mal etwas vorgekommen ist.
Zumindest bei der letzten Weitergabe ging einiges gewaltig in die Hose und den Preis für die unbedarfte Anschaffung musste die Katze der Familie mit ihrem Leben und Sylvester mit dem Verlust seines Zuhauses bezahlen.

Bevor er jedoch im falschen Licht steht: Solche Unfälle passieren in der Regel vollkommen aggressionsfrei und entstehen aus fehlgeleitetem Beutefangverhalten. Dieses ist Teil der Jagdsequenzen und tief in der Genetik dieser Molossoiden Hunderassen verankert und herausgezüchtet worden. Sie waren unter anderem als Packer für großes, wehrhaftes Wild im Einsatz und haben während dieser Arbeit u.a. Hirsche oder Wildschweine festgehalten, bis die Jäger:innen kamen oder dem Wild die Kraft ausging. Das macht sie nicht nur zu extrem ausdauernden Hunden, sondern auch empfindsam für Bewegungsreize jeglicher Art. Wenn man diese Motivation dann noch durch z.B.: Wurfspiele falsch fördert, verschwimmen die Grenzen zwischen „jagdbarem“ und „nicht-jagdbarem“ schnell. Ab einem gewissen Punkt spielt es keine Rolle mehr, ob es sich um einen Ball, ein Reh, ein Fahrrad oder andere bewegte Reize handelt. Den massiven ausgeprägten Beutefang, der durch seinen Abgabegrund schon angekündigt wurde, bestätige der massige Kerl bei der ersten Vergesellschaftung mit einer großen Hündin. Obwohl er im direkten Kontakt gesittet bleibt, lässt sich der kräftige Rüde bereits durch wenige schnelle Bewegungen “anknipsen“ und gerät ins Hetzen. Einmal in diesem „Modus“, ist er kaum zu bremsen und es benötigt zusätzlich viel Ruhe, bis Sylvester wieder ansprechbar ist – auch wenn dies leichter gesagt ist als getan. Sich zu entspannen und abschalten zu können, fällt ihm schwer und man wird beim Aussitzen gegen eine solch eigensinnige und oft dickköpfige Rasse mit dem ein oder anderen grauen Haar rechnen müssen.

Neben der fehlenden Impulskontrolle hat der Jungspund auch sonst noch einiges nachzuholen. Erziehung hat der ungestüme Rüde leider noch nicht ausreichend genossen und ca. 45 Kilo Muskelmaße, ungebremst und außenorientiert, machen an der Leine keinen Spaß. Das alles gepaart mit jugendlichem Gedächtnisschwund zählen im Training sicherlich als erschwerte Bedingungen. Doch Sylvester bringt auch einiges an positiven Eigenschaften  mit. Menschen gegenüber zeigt er sich außerordentlich aufgeschlossen und genießt die Aufmerksamkeit und die Nähe seiner Bezugsperson in vollen Zügen. Streicheleinheiten und Leckerlis abzustauben zählen für den hübschen Rüden zu den liebsten Alltagsbeschäftigungen und bieten ein ruhiges Kontrastprogramm zum geistig anstrengendn Training.

Ein phänotypisches Gutachten ergab, dass Sylvester mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Mischling aus verschiedenen Rassen der Kategorie 2 ist. Vermutlich waren Cane Corso, Presa und Bulldogtypen beteiligt.

Tierart
Hund
Geboren
19.12.2020
Rasse
Cane Corso – Presa Canaria – Bulldog - Mix (Listenhund Kat. 2)
Geschlecht
Männlich
Kriterien
Hundeerfahrung nötig, mag keine Artgenossen, mag keine Kinder, mag keine Katzen

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