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Cidre (Hund)

Verträglichkeit mit Artgenossen: bedingt
Vermittlung zu Kindern: beding 

Cidre wurde aus privaten Gründen zu uns ins Tierheim gebracht. In seinem alten Zuhause hat er die meiste Zeit freilaufend auf einem Bauernhof verbracht und ist seinem Job als Hof- und Wachhund nachgegangen. Hier zeigte sich jedoch sein ruhiges Gemüt – fremde Menschen wurden eher zum Kuscheln in Beschlag genommen, anstatt sie vom Hof zu verweisen. Da der große Kerl außerordentlich menschenbezogen ist und gerne den Kontakt zu seinen Bezugspersonen sucht, wird er nicht in reine Außenhaltung vermittelt.

Der viele Freiraum auf einem großen Gelände ist zwar ein schönes Kangalleben, aber eines kam dabei zu kurz: die Erziehung. Das tut keinem Hund gut, ist bei einem großen Herdenschützer mit ca. 75-80 cm Schulterhöhe aber eine ganz andere Hausnummer. Dass man aus lauter Übermut nicht jeden Zweibeiner anspringen muss, hat Cidre inzwischen bedingt verstanden. In sehr aufregenden Situation springt es aus ihm heraus – und er wieder Leute an. Vernünftig an der Leine zu laufen muss ebenfalls noch fleißig trainiert werden.

Auch gesitteter Hundekontakt steht auf dem Trainingsplan weit oben... Vergesellschaftet man Cidre auf dem Tierheimgelände, weiß er eher wenig mit sich und den Anderen anzufangen. Sein Repertoire an hündischem Ausdrucksverhalten lässt allgemein noch zu wünschen übrig und Platz nach oben Eher frech und aufdringlich gestimmt sucht Cidre den Kontakt – versteht aber klare Signale der Anderen nur schwer bis gar nicht. Das dauerhafte Zusammenleben mit einem oder mehreren Ersthunden ist sicherlich möglich und gut umsetzbar, jedoch sollte man allen Beteiligten auch nötige Pausen ermöglichen, sollte Cidre die Abbruchsignale noch nicht erkennen. Management wäre hier das A und O, damit sich im häuslichen Rudel die Situation nicht hochschaukelt.

Beim Spazierengehen an der Leine zieht er zu Artgenossen, was das Zeug hält. Hier sollte jedoch zum Wohle der Erziehung und aus Respekt vor seinem Gegenüber jeglicher Kontakt unterbunden werden. Einerseits hindert die enge Eingrenzung und möglicher Zug durch die Leine die Hunde daran klar zu Kommunizieren, andererseits ist es für Cidre wichtig zu lernen, dass er auch in der Nähe von Artgenossen nicht aufdrehen soll. Die wenigsten Hunde und deren Besitzer*innen freuen sich, wenn ein anderer, und dann auch noch ein so großer, Hund auf sie zu gestürmt kommt und Kontakt sucht.

Alles in Allem zeigt Cidre schon die besten Anlagen, um ein entspannter, cooler Begleiter zu werden. Jedoch liegt hier noch ein langer Weg mit viel Geduld, Training und guten Nerven vor den künftigen Übernehmer*innen.

Tierart
Hund
Geboren
11/2018
Rasse
Kangal (Listenhund in HH und Hessen)
Geschlecht
Männlich
Charakter
aufgeschlossen, menschenbezogen, ungestüm, aufgeweckt, wachsam
Kriterien
Listenhund, mag Artgenossen bedingt

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