| Thema: Tiervergiftungen |
| Mit Genehmigung des Zürcher Tierschutz, Zürichbergstrasse 263, CH-8044
Zürich, Schweiz, publizieren wir eine kurze Einführung in das große Thema
der Tiervergiftungen. Wer diese europaweit wohl bedeutendste Gift-Datenbank besuchen möchte, wählt im Internet die Adresse "http://www.zuerchertierschutz.ch/". |
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Quelle: Zürcher Tierschutz, Zürichbergstrasse 263, CH-8044 Zürich, Schweiz |
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Tiervergiftungen
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Bei vielen akuten
und schweren Erkrankungen werden vom Tierbesitzer Vergiftungen vermutet.
Tatsächlich vergiftete Tiere sind jedoch selten ( + 1%) und
sterben nicht immer an den Folgen einer Vergiftung. Der
Krankheitsverlauf ist abhängig von der Art, Menge und Konzentration des
aufgenommenen Giftes. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie ein Tier
vergiftet werden kann: Durch den Magen-Darm-Trakt, über die Haut und über
die Atemwege, wobei die ersten beiden Vergiftungsarten am häufigsten
vorkommen. Falls eine
Vergiftung nur vermutet wird, da die Giftaufnahme nicht direkt
beobachtet werden konnte, wird es schwierig, aufgrund von Symptomen eine
genaue Diagnose zu stellen: Die Vergiftungssymptome sind nämlich sehr
unspezifisch, so dass bei Aufnahme der unterschiedlichsten giftigen
Stoffen sehr ähnliche Symptome auftreten. Es ist also kaum möglich,
einzig aufgrund von Symptomen die genaue Vergiftungsursache ausfindig zu
machen. Im folgenden Abschnitt werden die am häufigsten auftretenden
Symptome bei einer Vergiftung kurz beschrieben. Symptome
(Vergiftungserscheinungen) Es
sind akute und chronische Vergiftungen zu unterscheiden. Bei einer
akuten Vergiftung gelangen
durch die einmalige Aufnahme von grossen Mengen die giftigen Substanzen
rasch in den Körper, so dass die oben erwähnten Symptome besonders
stark ausgeprägt sein können. Eine akute Vergiftung mit einem sehr
stark giftigen Stoff führt oft zum Tod durch Herz- und
Kreislaufversagen bzw. zu Atemstillstand. Chronische Vergiftungen werden
durch wiederholt oder über einen längeren Zeitraum aufgenommene
Schadstoffe hervorgerufen, die mit der Zeit zur Schädigung einzelner
Organe oder Organsysteme führen können. Solche chronischen
Vergiftungen findet man etwa bei Fütterungsfehlern, wenn zum Beispiel
über einen längeren Zeitraum dem Futter jeweils zu viel Salz oder
Vitamin D beigegeben wird. Vergiftungen, seien
es nun chronische oder akute, können durch die unterschiedlichsten
Giftquellen hervorgerufen werden: So kommen vorallem chemische
Giftstoffe und Giftpflanzen in Frage, seltener giftige Tiere. Im
folgenden Abschnitt werden die unterschiedlichen Giftquellen genauer
beschrieben. Ursachen
(Giftquellen) a)
Chemische Giftstoffe Die am häufigsten auftretenden Vergiftungen bei Tieren sind auf den Kontakt mit chemischen Giftstoffen zurückzuführen. Dabei unterscheidet man verschiedene Stoffklassen:
Es folgen nun
einige Bemerkungen zu einzelnen Stoffklassen, welche entweder besonders
gefährlich sind, oder besonders häufig Vergiftungen verursachen. Die gefährlichste
Stoffklasse für Tiere ist diejenige der Nagetierbekämpfungsmittel. Da
die darin enthaltenen Wirkstoffe eine hohe Säugetiertoxizität
besitzen, da sie ja explizit zu deren Vernichtung dienen sollen, sind
Vergiftungen sehr gefährlich und enden oft tödlich. Bei der Anwendung
oder Aufbewahrung von solchen Ködern ist daher höchste Vorsicht
geboten. Vergiftungen durch
Kontakt mit einzelnen Übergangs- und Schwermetalle kommen besonders häufig
vor. Eine der wichtigsten Vergiftungen bei Tieren stellt nämlich die
Vergiftung durch die Aufnahme von Blei dar. Dazu gehören Batterien,
bleihaltige Farben, bleihaltige Gewichte an Vorhängen etc. Ferner haben auch
Vergiftungen mittels Arzneimitteln in letzter Zeit zugenommen. Ursache
ist oftmals das freie Herumliegen von diversen Tabletten, welche von den
Tieren (häufig in grosser Menge) aufgenommen werden. Auch Vergiftungen
durch Drogen (wie Ecstasy und Haschisch), welche fahrlässig
herumliegen, sind keine Seltenheit mehr. Vergiftungen durch
giftige Pflanzen sind deutlich weniger häufig anzutreffen als die
Vergiftung durch chemische Stoffe, weisen jedoch eine zunehmende Tendenz
auf. Mehr dazu im folgenden Kapitel. b)
Giftige Pflanzen Die Häufigkeit der
Vergiftungen durch Pflanzen weist in den letzten Jahren eine zunehmende
Tendenz auf. Die Ursachen liegen einerseits darin, dass immer mehr
exotische Pflanzen Einzug in unsere Häuser und Gärten halten, womit
die Haustiere mit ungewohnten Gefahrenquellen konfrontiert werden.
Andererseits nimmt die biologisch ausgerichtete Landwirtschaft wieder grössere
Ausmasse an, was eine erhöhte Artenvielfalt und auch ein häufigeres
Auftreten von Giftpflanzen zur Folge hat. Viele der traditionell überlieferten
Kenntnisse über Giftpflanzen sind heute nicht mehr vorhanden: Zum
Beispiel wird oft vergessen, dass giftige Inhaltsstoffe über längere
Zeit im Dürrfutter aktiv bleiben können. Im übrigen geht die
fortschreitende Besiedlung freier Landflächen mit einer steigenden
Vermischung von Landwirtschafts- und Wohnzonen einher und kann dazu führen,
dass eine Giftpflanzenhecke gleich angrenzend an einer Pferde-, Rinder-
oder Schafweide gesetzt wird. Im allgemeinen ist
die Stärke des Giftes von Pflanzen eine schwierig einzuschätzende
Eigenschaft, da der Wirkstoffgehalt beträchtlichen Schwankungen
unterliegt: So ist der Giftgehalt abhängig von Vegetationsperiode und
Witterung, sowie von Düngungen, Bodenbeschaffenheit, Herbizideinsatz,
Parasitenbefall oder weiteren Stressfaktoren. Bei folgenden Pflanzengruppen können giftige Arten auftreten:
Bei allen vier
Gruppen findet man Arten, welche von schwach giftig bis sehr stark
giftig reichen. Die Datenbank gibt im Detail darüber Auskunft. Tiere können durch Kontakt mit den folgende Gifttieren Vergiftungen erleiden:
Vergiftungen durch
giftige Tieren treten in der Regel sehr selten auf. Die häufigsten
Vergiftungen durch giftige Tiere werden durch den Kontakt mit Bienen,
Wespen, Hummeln und Hornissen hervorgerufen.
Je nach Land treten
Vergiftungen durch Kontakte mit Amphibien und Giftschlangen
unterschiedlich häufig auf. Da in der Schweiz beispielsweise nur wenige
Amphibien und Schlangen leben, treten hier solche Vergiftungsfälle natürlich
äusserst selten auf. und klickt auf Tiervergiftungen.
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